Unser Gärtnertipp für Sie

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Oktober/November

  • Bei Nachtfrostgefahr Kübelpflanzen in Sicherheit bringen. Es ist darauf zu achten, dass die Kübelpflanzen schädlings- und krankheitsfrei ins Winterquartier eingeräumt werden, da sich diese dort sonst weiter verbreiten.
    Ziergräser erst im Frühjahr zurückschneiden, da sonst durch die Stängel eindringendes Wasser und Frost die Pflanzen geschädigt werden!
  • Solange der Boden frostfrei ist, können Obst- und Laubgehölze mit und ohne Ballen gepflanzt werden.
  • ab Mitte Oktober Anlegen von Leimringen an Obstbäumen gegen Frostspanner.
  • über Gartenteiche Laubschutznetz spannen, damit das Falllaub nicht in das Wasser gelangt und dort zu Fäulnisprozessen führt.
    Falllaub ständig von Rasenflächen entfernen, so dass keine Fäulnis entstehen kann.
  • Das Falllaub kann zur Flächenkompostierung 10 - 15 cm hoch auf abgeerntete Beete aufgebracht werden.
  • Rosen mit lockerer Erde handhoch anhäufeln. Mit Pilzsporen infiziertes Falllaub entfernen. Zu lange und mit Mehltau befallene Triebe etwas einkürzen.
  • Abgeerntete Herbsthimbeeren werden bis zum Erdboden zurückgeschnitten.
  • Gartengeräte pflegen: anhaftende Erde von Spaten und Hacken entfernen, danach mit einem ölgetränkten Lappen einreiben.
  • Klingen von Garten- und Astscheren säubern, schleifen und ölen.

Gärtnertipp für Herbst

Immergrüne Gehölze brauchen auch im Winter Wasser!

Aufgrund des Niederschlagsdefizites in diesem Jahr ist es besonders wichtig, Nadelgehölze und andere Immergrüne wie Stechpalme, Kirschlorbeer, Rhododendron und Feuerdorn vorm Winter tiefgründig zu wässern. Der Boden ist in diesem Jahr bis in tiefere Erdschichten sehr ausgetrocknet. Alle immergrünen Gehölze brauchen auch außerhalb der Vegetationszeit Wasser, da die Blätter bzw. Nadeln nicht abgeworfen werden und so auch im Winter, besonders an sonnigen und wärmeren Tagen, Wasser verdunstet wird. Wenn im Winter längere frostfreie, trockene Phasen sind, bekommen die immergrünen Gehölze auch eine Wassergabe. Sind die Gehölze nicht ausreichend mit Wasser versorgt, kann es zu starken Trockenschäden kommen.

Die Pflanzen sind dann meist nicht erfroren, sondern vertrocknet! Aus diesem Grunde soll man immergrüne Laubgehölze auch nicht an eine Stelle pflanzen, an der sie über die Mittagszeit der vollen Wintersonne ausgesetzt sind. Ihre Blätter tauen dann auf und verdunsten Wasser.

In Zeiten starker Kahlfröste kann die Pflanze aber kein Wasser aus dem gefrorenen Boden aufnehmen und vertrocknet.

Wohin mit dem Falllaub?

Für manch einen Gartenbesitzer ist das viele Laub, das im Herbst von den Bäumen rieselt, einfach nur ärgerlich. Dabei ist es doch eine wertvolle Ressource, die im Garten sinnvoll eingesetzt werden kann. Eine Möglichkeit ist die Flächenkompostierung. Dazu werden die abgeernteten Beete mit Laub abgedeckt, welches im Winter dann teilweise verrottet. Im Frühjahr wird die oberste Laubschicht abgezogen und zur weiteren Verrottung auf den Komposthaufen gegeben. Ein Teil des schon verrotteten Laubes wird untergegraben und dient zur Anreicherung des Bodens mit organischem Material - positiv für die Bodenfruchtbarkeit. Mit dem Herbstlaub kann man auch frostgefährdeten Gehölzen, wie z.B. Sommerflieder oder Bartblume, einen Winterschutz geben, indem man die Pflanzscheibe dick mit Laub abdeckt. So kann die Pflanze im Frühjahr aus der geschützten Basis wieder neu austreiben. Ebenso kann man unter anderen Ziersträuchern eine Schicht Laub ausbreiten. Sinnvoll ist es auch, die Baumscheiben neu gepflanzter Obstbäume mit Laub abzudecken. (Bei in die Wiese gepflanzten Obstbäumen ist generell eine Baumscheibe von 80 bis 100 cm Durchmesser freizuhalten; im Sommer kann diese dann mit Rasenschnitt gemulcht werden.) Marienkäfer überwintern gern in Laubhaufen und begeben sich im Frühjahr bald auf die Jagd nach Blattläusen und danken es so dem Gärtner, wenn er seinen Garten im Herbst nicht zu sehr „aufräumt“.

Unser Gärtnertipp von:
Christian Berger - Baumschulgärtner seit 1976

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