Unser Gärtnertipp für Sie

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Dezember bis Februar

  • Fachgerechte Baumfällung - bitte die örtlichen Baumschutzsatzungen beachten!
  • In gefährdeten Grundstücken Einzäunung überprüfen, evt. Wildverbissmanschetten anbringen.
  • Sofern noch nicht durchgeführt - Pflege der Gartengeräte.
  • Nach starken Schneefällen, sich unter der Last biegende, Gehölze von der "weißen Pracht" befreien.
  • Während frostfreier Perioden bei Trockenheit Nadelgehölze und immergrüne Laubgehölze wässern!
  • Anbauplanung für das neue Jahr, Überprüfung der Saatgutbestände auf Keimfähigkeit.
  • Jetzt hat der Hobby-Gärtner Zeit in Katalogen und Fachzeitschriften zu stöbern, um sich zu informieren und neue Projekte und Pflanzungen für das nächste Gartenjahr zu planen. Ich beziehe seit vielen Jahren die Zeitschrift Garten-Flora und finde dort immer wieder wertvolle Tipps zu Neuheiten im Gehölzsortiment und deren Standortansprüchen. Außerdem wird auch über Schädlinge und ihre Bekämpfung berichtet. Ich kann diese Zeitschrift mit gutem Gewissen jedem interessierten Gartenfreund empfehlen.

Immergrüne Gehölze brauchen auch im Winter Wasser!

Aufgrund des Niederschlagsdefizites in diesem Jahr ist es besonders wichtig, Nadelgehölze und andere Immergrüne wie Stechpalme, Kirschlorbeer, Rhododendron und Feuerdorn vorm Winter tiefgründig zu wässern. Der Boden ist in diesem Jahr bis in tiefere Erdschichten ausgetrocknet. Alle immergrünen Gehölze brauchen auch außerhalb der Vegetationszeit Wasser, da die Blätter bzw. Nadeln nicht abgeworfen werden und so auch im Winter, besonders an sonnigen und wärmeren Tagen, Wasser verdunstet wird. Wenn im Winter längere frostfreie, trockene Phasen sind, bekommen die immergrünen Gehölze auch eine Wassergabe. Sind die Gehölze nicht ausreichend mit Wasser versorgt, kann es zu starken Trockenschäden kommen. Die Pflanzen sind dann meist nicht erfroren, sondern vertrocknet! Aus diesem Grunde soll man immergrüne Laubgehölze auch nicht an eine Stelle pflanzen, an der sie über die Mittagszeit der vollen Wintersonne ausgesetzt sind. Ihre Blätter tauen dann auf und verdunsten Wasser. In Zeiten starker Kahlfröste kann die Pflanze aber kein Wasser aus dem gefrorenen Boden aufnehmen und vertrocknet.

Wohin mit dem Falllaub?

Für manch einen Gartenbesitzer ist das viele Laub, das im Herbst von den Bäumen rieselt, einfach nur ärgerlich. Dabei ist es doch eine wertvolle Ressource, die im Garten sinnvoll eingesetzt werden kann. Eine Möglichkeit ist die Flächenkompostierung. Dazu werden die abgeernteten Beete mit Laub abgedeckt, welches im Winter dann teilweise verrottet. Im Frühjahr wird die oberste Laubschicht abgezogen und zur weiteren Verrottung auf den Komposthaufen gegeben. Ein Teil des schon verrotteten Laubes wird untergegraben und dient zur Anreicherung des Bodens mit organischem Material - positiv für die Bodenfruchtbarkeit. Mit dem Herbstlaub kann man auch frostgefährdeten Gehölzen, wie z.B. Sommerflieder oder Bartblume, einen Winterschutz geben, indem man die Pflanzscheibe dick mit Laub abdeckt. So kann die Pflanze im Frühjahr aus der geschützten Basis wieder neu austreiben. Ebenso kann man unter anderen Ziersträuchern eine Schicht Laub ausbreiten. Sinnvoll ist es auch, die Baumscheiben neu gepflanzter Obstbäume mit Laub abzudecken. (Bei in die Wiese gepflanzten Obstbäumen ist generell eine Baumscheibe von 80 bis 100 cm Durchmesser freizuhalten; im Sommer kann diese dann mit Rasenschnitt gemulcht werden.) Marienkäfer überwintern gern in Laubhaufen und begeben sich im Frühjahr bald auf die Jagd nach Blattläusen und danken es so dem Gärtner, wenn er seinen Garten im Herbst nicht zu sehr „aufräumt“.

Unser Gärtnertipp von:
Christian Berger - Baumschulgärtner seit 1976

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